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| | Deutscher
Kältepreis 2011
Die
perpendo GmbH belegt den 3. Platz beim Deutschen Kältepreis 2011 in der
Kategorie "Klimafreundliche Klimatisierung eines Gewerbegebäudes".
Ausgezeichnet wurde das Projekt "Betriebsoptimierung
eines Verwaltungsstandortes zur Reduzierung des Energieverbrauchs und
einer nachhaltigen Verbesserung der energetischen Qualität".
Das
ausgezeichnete Projekt beinhaltet eine Betriebsoptimierung im Bestand,
mit dem klar formulierten Ziel, die Treibhausgasemissionen des
Standortes nachhaltig zu senken. Bei der untersuchten Liegenschaft
handelt es sich um einen Verwaltungsstandort mit insgesamt 11
Gebäuden. Die verwendeten
Energieträger sind Strom, Erdgas und Heizöl, wobei in insgesamt fünf
Zentralen Kälte für die Klimatisierung der Nutzflächen erzeugt wird. Zu
den Hauptenergieaspekten zählen die raumlufttechnischen Anlagen, das
Rechenzentrum, die statischen Heizsysteme sowie die
Beleuchtung. Um einen
nachhaltigen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu
leisten, wurde für die beschriebene Liegenschaft eine Detailanalyse des
Energiebedarfs durchgeführt. Zur Erlangung eines möglichst hohen
Transparenzgrades wurde der gesamte Standort mittels eines komplexen
Simulationsmodells untersucht. Dieses Verfahren gewährleistet neben der
detaillierten Aufschlüsselung der Energiebedarfsstruktur, die
Quantifizierung von einzelnen Verbesserungsmaßnahmen unter
Berücksichtigung aller auftretender Wechselwirkungen. Im vorliegenden
Fall wurden die Gebäude in einer dynamischen Gebäude- und
Anlagensimulation abgebildet und in Stundenschritten über ein ganzes
Jahr simuliert. Hierbei finden alle relevanten Randbedingungen, wie das
Wetter, die Geometrie der Gebäude, die Bauphysik und jegliche Anlagen
aus dem Bereich der technischen Gebäudeausrüstung ihre
Berücksichtigung. Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Untersuchung
auf den Bereich der Raumlufttechnik gelegt, da sich der Bedarf dieses
Bereichs in der Regel sehr gut beeinflussen lässt und er zudem einen
erheblichen Anteil an dem Gesamtenergiebedarf der Liegenschaft hat. Das
Simulationsmodell wurde mit den vorhandenen Zählerwerten validiert,
sodass es möglich war, ein konsistentes Energieflussbild zu zeichnen.
Im Anschluss wurden dann Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die zur
Identifikation und Bewertung der ungenutzten Energieeinsparpotenziale
dienen. Die Analyse hat
vornehmlich Maßnahmen ermittelt, die im Bereich der Anpassung der
Regelung der raumlufttechnischen Anlagen durch eine bedarfsgerechte
Fahrweise zu finden waren. Durch die Umsetzung der Maßnahmen konnten
erhebliche Einsparungen in den Bereichen Strombezug, Kälteerzeugung und
Erdgaseinsatz erzielt werden. Zur Umsetzung der Maßnahmen wurden im
Wesentlichen gering investive Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt, die
sich größtenteils auf eine Neuprogrammierung der Regelung der
Lüftungsanlagen beschränkten. Darüber hinaus wurden einige Umbauten
(wie z. B. Wärmerückgewinnungssysteme) vorgenommen.
Das Simulationsmodell liefert neben der Quantifizierung von
Effizienzmaßnahmen vor allem einen dynamischen Verlauf (in
Stundenschritten über das gesamte Jahr) der Kältelast, sodass es
möglich ist, die Kälteversorgung des Standortes erneut zu
bewerten. Unter der Voraussetzung des verringerten Verbrauchs
wird derzeit die Zusammenlegung einzelner Kältezentralen geprüft. In
diesem Zusammenhang findet ebenfalls eine Effizienzbewertung der
vorhandenen Kältemaschinen statt. Das vorgestellte
Projekt zeigt, dass es im Bestand erhebliche Potenziale zur Reduzierung
von Treibhausgasemissionen gibt. Das Beispiel macht deutlich, wie
wichtig es ist, über ein ausreichendes Energiewissen zu verfügen, damit
eine zielgerichtete Optimierung der vorhandenen Anlagen möglich wird.
Es hat sich gezeigt, dass eine detaillierte Untersuchung mittels
modellbasierter Analysen in Form von geeigneten Simulationswerkzeugen
ein probates Mittel zur Erlangung des notwendigen Energiewissens ist.
Die hohe Transparenz bei den vorhandenen Energieströmen der
Liegenschaft führte zu einer Reihe von Verbesserungsmaßnahmen. Im
vorliegenden Fall konnten die CO2-Emissionen für den gesamten Standort
um 27 % nachhaltig gesenkt werden. Da es sich bei den Maßnahmen
größtenteils um gering investive Maßnahmen handelte, konnte diese
Reduzierung mit einer Amortisation des Gesamtpaktes von etwa einem Jahr
realisiert werden. Die guten Ergebnisse der Analyse konnten durch ein
nachgeschaltetes Energiecontrolling bestätigt werden. Die gewählte
Vorgehensweise hat für den Kunden einen deutlichen Mehrwert generiert,
der sich nicht nur monetär bemerkbar gemacht hat, sondern auch zu einem
zeitlichen Vorteil bei der Umsetzung eigener Reduktionsvorgaben geführt
hat.
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